Dienstag, 15. Oktober 2013

Höhenmeter.

Einst zog es mich zu neuen Ufern. Zu Stränden, frei von Spuren im Sand.
Zu Ufern an denen ich noch nicht gewandelt war, die mich jungfräulich und scheu begrüßten.

Ich hatte alles gesehen, alles gefühlt, gewonnen und verloren und nun war alles, was ich wollte Neues sehen, fühlen, gewinnen und verlieren.


Ich nahm mir selbst das Leben,entdeckte,an neuen Ufern,neue Spuren.
Diese Spuren, so schön. So jungfräulich, wie ich es mir vom Neuen erhofft hatte. Ihre Leidenschaft ließ meine Zweifel verbrennen. Ihre Spuren überall in der Stadt, überall am neuen Strand.


Ich hing an ihren Lippen, sprach sie auch nicht mit mir.


Ich verlor mich in ihrem Blick, sah sie mich auch nicht an.

Ich war ihr ganz und gar verfallen und sie fing mich auf.


Ohne mich zu kennen, ohne mich auch nur in ihrer Nähe zu erahnen.
Denn ich folgte ihr nicht,sie ließ mich ihr folgen.

Montag, 15. Juli 2013

Höhenmeter.


"Corvus Albus"
Sie ist der weiße Rabe unter Schwarzen.
Ihr Seelen und Herzen durchdringender Schrei,vertreibt,was mich treibt.
Jagt,was mich jagt.
Die Raben sind nicht mehr.
Die Muse küsste mich und zerriss sie in tausend Teile,schwarze Federn und rotes Fleisch.
Die Federn,die sie im Kampf ließ,nehme ich mit ins Grab.




Wenn ich zurückdenke,denke ich an die Sommer,die irgendwie immer gleich waren....nur  anders.

Ich denke an so Vieles. An Fahrradfahren,ohne Ziel,irgendwohin. Irgendwohin,wo es schön ist.

An die Sommer,die irgendwie immer gleich waren...nur eben anders.

Ich denke an so Vieles. Mopedfahren,irgendwohin. Irgendwohin,wo es schön ist.

An das erste Bier. An die erste Kippe. Den ersten Kater. Die erste Liebe. Das erste -  "Nicht leben können ohne den Anderen". Den ersten Kuss. Das erste Mal.
An das Sitzen am Feuer, das Liegen in frischgemähten Feldern, das Schwelgen am See.

An das Autofahren,irgendwohin,irgendwohin,wo es schön ist.
Und irgendwie bleiben die Sommer gleich....nur eben anders.

In den folgenden Sommern begannen Sätze mit "Weißt du noch als....." und endeten mit einem Lächeln.
In den folgenden Sommern erwies sich das - "Nicht leben können ohne den Anderen"-,als falsch und Herzen heilten,wie die,in Kindheitstagen,aufgeschirften Knieen.

So wird die Liebe die wir finden,nicht die Erste sein,vielleicht aber die Letzte. Die Liebe,die uns bis zum Ende bleibt. Vielleicht erweist sich das - "Nicht leben können ohne den Andern"- dann als richtig.
So wird der nächste Kuss nicht der Erste sein,vielleicht aber der Schönste.
Das nächste Bier,wird nicht das Erste sein,vielleicht aber das Erste mit neuen Freunden,die wir fanden oder das Erste mit alten Freunden,die wir lange nicht sahen.

Irgendwie bleibt eben alles gleich....nur eben anders und wenn ich zurückdenke,lächel ich. Eben,weil ich damals wie heute nicht wissen kann,was sein wird,aber weiß,dass es eines Tages mit  "Weißt du noch als...." beginnen und einem Lächeln enden wird.



Und so erhebe nun dein Glas.

Auf die Tage,die da kommen.
Auf die untergehnen´ Sonnen.
Auf die Liebe. Auf das Glück.
Und nun auf diesen Augenblick.

Donnerstag, 27. Juni 2013

Höhenmeter.





Situationen wie diese,erforderten Gespür,sie riefen nach Talent,das sie ohne jeden Zweifel hatte.

In Zeitschleifen,ewigen Wiederholungen,spielte sie jede Szene vor ihrem geistigen Auge ab,wog sich in den sanften Klängen,der Pariser Innenstadt und schuf ein Werk,das vielleicht nicht an Schönheit,jedoch an Gefühl seines Gleichen suchte.
Das Leben floss,floss auf eine Leinwand.
Sanfte Linien verbanden sich zu einem großen Ganzen,einem Sammelsorium an Emotionen.
Eine dargestellte Familie,ein Vater,eine Mutter,ein Sohn der lachend auf etwas deutete.Ein alter Mann,der grimmig in seine Zeitung sah.Zwei Kinder,die in einem Armenviertel auf der nackten Straße,Fußball spielten.Ein Paar,das einander in den Armen hielt.
Sie vergaßen die Welt,vergaßen zu atmen,vergaßen zu hören,zu sehen,zu fühlen.Sie hatten nur einander,nur ihre Geschichte,nur diesen einen Moment.
Sein rauer Bart reizte die entblößte Haut ihres Nackens.Sie bemerkte es kaum.Nackt,wie Gott sie schuf,lehnte sie an ihm,während er ihre weiche Haut liebkoste.
"Was wäre die Welt ohne die Kunst?" schrieb sie mit roter Farbe in die linke Ecke.
Ihr würde jeder Charme fehlen,jegliche Leichtigkeit.Es gäbe nichts zu bestaunen,nichts zu bestreiten,nichts zu analysieren.
Wieder ergriff sie die Zeichenkohle und begann mit einer Episode.

Bald erkannte man den Körper einer nackten Frau,deren gespreizte Beine,die Lenden eines,sie festhaltenden Mannes empfingen.Ihre Lippen geöffnet,die Augen geschlossen,richtete sich ihr Blick in Richtung des Betrachters,während sein Kopf,von ihrer Hand geführt,hinter dem ihren verschwand.Wenn auch nur schemenhaft dargestellt,war ihr Gesicht wunderschön.Was zählte war ihr Körper,der sich im Moment der Extase,ein hohlkreuzbildend,gegen den ihres Liebhabers warf.Noch während sie,die Kohle verwischend,den Schattenwurf einfing,tasteten sich Jaques Hände,imaginäre Linien zeichnend,an den Innenseiten ihrer Oberschenkel entlang und ließen Jane nur wenige Momente später die Episoden ihres eigenen Lebens genießen.




Mittwoch, 26. Juni 2013

Rittertum

Oh Amor,Amor hör mich an!
Ich weiß,dass es noch Wunder gibt.
So zieh sie doch in meinen Bann.
Und mach doch,dass auch sie mich liebt.

Ein einzger Pfeil aus deinem Köcher.
Würde reichen,würde langen.
Sie würd mich lieben noch und nöcher.
Vorbei das unglücksel´ge Bangen.



Tagtäglich denke ich daran,
ob sie mich denn auch lieben kann
Und ich verzweifle so oft still,
weil sie mich nur nicht lieben will.


Wär ich ein Sohn des Adams wohl,
wär ihr Herz schon nicht mehr hohl.
Nein angefüllt mit Liebe gar,
würd es springend,schreien "Hurra!".
"Ich fand den Mann,der mich verwöhnt,
der mich zu seiner Köngen´ krönt,
der mich zum Lachen bringt sooft,
so lang hab ich auf dich gehofft."


Immer steh ich nur daneben,
fluche still in mich hinein.
"Ich war bereit dir das zu geben...
Wie kann man nur so töricht sein?"


Auf Händen würde ich sie tragen.
Mein Leben lang den Ritter spieln.
Du solltest es nun einfach wagen,
du schenkst die Liebe doch so vieln.
Wahrscheinlich würde reichen schon,
ein kleiner Pfeil,vom fähigen Mann.
So öffne ihr die Augen nun
und zieh sie schon in meinen Bann.




Donnerstag, 23. Mai 2013




Wir sind nicht schön und auch nicht schlau,
nicht gelb,nicht grün,nur weiß und grau.
Da bliebe nur das Licht der Stadt,das weder Sinn,noch Wahrheit hat,
doch mottengleich und wie in Trance,vertraun´ wir ihm für diese Chance.

Denn manchmal ist das Leben,so schön es auch sein mag,im Leben einer Eintagsfliege,einfach nur ein Tag.
Und so erhebt nun euer Glas:
Auf die Tage die da kommen!
Auf die untergehnen´ Sonnen!
Auf das Leben,auf das Glück,auf den inhaltslosen F***!
Auf die Triebe....auf die Nacht der Eintagsfliege!

Wir haben 24 Stunden,
tanzen durch die Nacht und lecken unsre Wunden und zeigen unsre Pracht.







Donnerstag, 14. März 2013

Die Geburt eines Blogs.




Der Blog: Ernst gemeint,nicht ernst zu nehmen.

Die Bloggerin: Ernst,nicht ernst genommen.