Höhenmeter.
Situationen wie diese,erforderten Gespür,sie riefen nach Talent,das sie ohne jeden Zweifel hatte.
In Zeitschleifen,ewigen Wiederholungen,spielte sie jede Szene vor ihrem geistigen Auge ab,wog sich in den sanften Klängen,der Pariser Innenstadt und schuf ein Werk,das vielleicht nicht an Schönheit,jedoch an Gefühl seines Gleichen suchte.
Das Leben floss,floss auf eine Leinwand.
Sanfte Linien verbanden sich zu einem großen Ganzen,einem Sammelsorium an Emotionen.
Eine dargestellte Familie,ein Vater,eine Mutter,ein Sohn der lachend auf etwas deutete.Ein alter Mann,der grimmig in seine Zeitung sah.Zwei Kinder,die in einem Armenviertel auf der nackten Straße,Fußball spielten.Ein Paar,das einander in den Armen hielt.
Sie vergaßen die Welt,vergaßen zu atmen,vergaßen zu hören,zu sehen,zu fühlen.Sie hatten nur einander,nur ihre Geschichte,nur diesen einen Moment.
Sein rauer Bart reizte die entblößte Haut ihres Nackens.Sie bemerkte es kaum.Nackt,wie Gott sie schuf,lehnte sie an ihm,während er ihre weiche Haut liebkoste.
"Was wäre die Welt ohne die Kunst?" schrieb sie mit roter Farbe in die linke Ecke.
Ihr würde jeder Charme fehlen,jegliche Leichtigkeit.Es gäbe nichts zu bestaunen,nichts zu bestreiten,nichts zu analysieren.
Wieder ergriff sie die Zeichenkohle und begann mit einer Episode.
Bald erkannte man den Körper einer nackten Frau,deren gespreizte Beine,die Lenden eines,sie festhaltenden Mannes empfingen.Ihre Lippen geöffnet,die Augen geschlossen,richtete sich ihr Blick in Richtung des Betrachters,während sein Kopf,von ihrer Hand geführt,hinter dem ihren verschwand.Wenn auch nur schemenhaft dargestellt,war ihr Gesicht wunderschön.Was zählte war ihr Körper,der sich im Moment der Extase,ein hohlkreuzbildend,gegen den ihres Liebhabers warf.Noch während sie,die Kohle verwischend,den Schattenwurf einfing,tasteten sich Jaques Hände,imaginäre Linien zeichnend,an den Innenseiten ihrer Oberschenkel entlang und ließen Jane nur wenige Momente später die Episoden ihres eigenen Lebens genießen.